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Tipp1

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Tipps und Tricks von der Hedwig No. 1:
Wie ist es mit Hunden aus dem Tierschutz, generell mit Hunden aus dem Ausland? Was muss man dazu wissen?

Generell muss man wissen, Tiere aus dem Tierschutz sind Tiere mit Vergangenheit! Es nützt sehr wenig, wenn man nur ein Tier retten möchte, gut gemeint! Aber man muss auch damit umgehen können und da liegt oft die Schwierigkeit! Wenn man einen einfachen, sozialisierten Hund haben möchte, ist man im Tierschutz fehl am Platze, da schlage ich vor zum Züchter zu gehen, am besten zu einem Hobbyzüchter, bei dem der Hund in der Familie geborgen aufwächst.

Entscheidet man sich aber für einen Tierschutzhund muss man wissen - und dieses Wissen muss im Kopf verankert werden:
es ist ein Hund mit Vergangenheit! Er hat keine häusliche Sozialisierung, auch keine optimale Planungsphase.
Wenn er in der Mülltonne landet hat er gar nichts außer einem Schock! Wenn er das Glück hat bei seiner Mutter auf der Straße aufzuwachsen, wird ihm schon von der Mutter die Furcht vor den Menschen eingeimpft! Das bedeutet: “Flucht, Rückzug verkriechen in einer Höhle, klein machen und Futter klauen, nur so kann man überleben". Das Futter muss ganz schnell verschlungen werden, sonst fressen es einem die anderen weg, die ja auch Hunger haben. Das ist die Prägungsphase.
In der Sozialisierungphase lernen sie, du musst dich mit anderen Hunden verstehen, denn nur so kannst du überleben, im Schutz des Rudels. Dem Menschen gehe besser aus dem Weg, von denen kommt nichts Gutes!

Wenn man sich dies alles vor Augen führt und verinnerlicht, kann man seinen Tierschutzhund besser verstehen und mit den Anfangsproblemen besser umgehen! Denn der Hund kann diesen Kulturschock nicht sofort verstehen.

Aus der Hundesicht bedeutet das konkret:
Auf einmal bekomme ich Futter ohne zu klauen, ich habe keine Höhle mehr, in die ich mich verkriechen kann! Anstatt eines Knochen bekomme ich ein Kuscheltier, was soll ich damit anfangen!? Wenn ich mit meinen Geschwistern Mülleimer geplündert habe, waren oft solche komischen Sachen drinn, die haben uns aber nicht interessiert, der Knochen war toll und erst recht noch die weggeworfenen  und teilweise vergammelten Lebensmittel. Plötzlich sind diese Menschen ständig um mich herum, die ich sonst eher gemieden habe. Merkt ihr Menschen was? Wir brauchen nicht viel, nur verstanden wollen wir werden und wir brauchen Zeit, um uns an die neue Situation zu gewöhnen!

So, ich hoffe es war für die neuen und alten Tiereltern etwas hilfreich euren Hund zu verstehen, oder zu lernen ihn zu verstehen.,
Gerne könnt ihr mich zu weiteren Fragen jederzeit kontaktieren. Oder ihr stellt die Fragen über unserern Facebook-Account, damit wir die Fragen dann gemeinsam erörtern können, denn jeder macht so seine Erfahrungen.
Bis bald Eure Hedwig
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